Savannah modernste Hybrid Luxusyacht der Welt

Luxus-Yacht SAVANNAH

Superyacht Savannah in Palma de Mallorca – die Yacht, die ihrer Zeit voraus war

Savannah modernste Hybrid Luxusyacht der Welt im Hafen von Palma de Mallorca
Die Savannah im Hafen von Palma

Savannah: Wenn im Hafen von Palma plötzlich die Zukunft liegt

Palma de Mallorca ist einiges gewohnt.

Im Hafen liegen regelmäßig einige der größten Segel- und Motoryachten der Welt. Neben 70 oder 80 Meter langen Yachten läuft man hier manchmal vorbei, als seien es etwas ambitionierter geratene Freizeitboote.

Doch bei der Savannah lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Die 83,50 Meter lange Feadship ist nicht einfach eine weitere sehr große Luxusyacht. Als sie 2015 ausgeliefert wurde, bezeichnete Feadship sie als die erste Hybrid-Superyacht der Welt. Ihr Antriebssystem verband einen Dieselmotor, Generatoren, einen großen Batteriespeicher, einen zentralen Propeller und einen Azimut-Thruster zu einem damals revolutionären Gesamtsystem.

Und obwohl Savannah mittlerweile mehr als zehn Jahre alt ist, sieht sie im Hafen von Palma noch immer aus, als wäre sie gerade aus einer Designstudie für die Yacht der Zukunft herausgefahren.

 


Das liegt nicht nur an ihrer Technik.

Es liegt vor allem an dieser Farbe.

Eine 83,5 Meter lange Yacht in Metallic-Grün

Die Savannah ist kaum zu verwechseln.

Statt des klassischen weißen Superyacht-Looks trägt sie eine außergewöhnliche metallic-grüne Lackierung.

Feadship bezeichnet sie sogar als die erste Superyacht, die nahezu vollständig metallic lackiert wurde. Die Kombination aus dem grünen Rumpf, großen Glasflächen, poliertem Edelstahl und der scheinbar über dem Rumpf schwebenden Superstruktur gibt Savannah ihre unverwechselbare Silhouette.

Aus der Entfernung wirkt sie erstaunlich elegant.

Erst wenn ein normales Motorboot daneben vorbeifährt, versteht man ihre Dimensionen.

83,50 Meter Länge.

12,20 Meter Breite.

Und rund 2.305 Gross Tons Innenvolumen.

Savannah modernste Hybrid Luxusyacht der Welt im Hafen von Palma de Mallorca

Fast lautlos durchs Wasser

Noch faszinierender ist der elektrische Betrieb.

Feadship beschreibt Savannah im Batteriebetrieb als „whisper-quiet“, also nahezu flüsterleise.

Und bei einer Luxusyacht ist genau das ein enormer Komfortgewinn.

Keine permanenten Dieselvibrationen.

Weniger Maschinengeräusche.

Stattdessen Meer.

Wind.

Und Wasser.

Luxus wird auf diesem Niveau irgendwann nicht mehr dadurch definiert, wie viele goldene Wasserhähne irgendwo eingebaut wurden.

Luxus bedeutet Ruhe.

6.500 Seemeilen Reichweite

Trotz des experimentellen Antriebssystems ist Savannah eine vollwertige Langstreckenyacht.

Feadship gibt eine Reichweite von rund 6.500 Seemeilen bei 12 Knoten an.

Das entspricht ungefähr 12.000 Kilometern.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt je nach Quelle und Betriebszustand bei ungefähr 17 bis 18 Knoten. Feadship nennt 18 Knoten.

Damit ist Savannah kein Speedboat.

Soll sie auch nicht sein.

Sie wurde gebaut, um große Distanzen außergewöhnlich komfortabel und effizient zurückzulegen.

Savannah modernste Hybrid Luxusyacht der Welt im Hafen von Palma de Mallorca
Der Paseo Mittwoch 10 Juni 2026 23h

Savannah ist groß, versucht aber nicht, ihre Größe durch möglichst viele übereinandergestapelte Decks zu demonstrieren.

Sie wirkt lang.

Flach.

Fast sportlich.

Gebaut von Feadship

Savannah wurde 2015 vom niederländischen Superyacht-Spezialisten Feadship ausgeliefert.

Die Naval Architecture stammt von Feadship De Voogt Naval Architects, das Exterior Design entstand gemeinsam mit CG Design, während CG Design auch für das Interior verantwortlich war.

Interessant ist, dass Savannah auf einer bereits 2010 vorgestellten Feadship-Zukunftsstudie namens Breathe basiert.

Aus einer theoretischen Idee wurde fünf Jahre später eine tatsächlich fahrende Yacht.

Und genau darin liegt ihre historische Bedeutung.

Die erste Hybrid-Superyacht der Welt

Heute begegnet einem das Wort „Hybrid“ bei Yachten immer häufiger.

2015 war das völlig anders.

Savannah kombinierte als erste Superyacht dieser Art einen Wärtsilä 9L20 Dieselmotor mit 1.800 kW, drei Generatoren und einem 1.000-kWh-Lithium-Ionen-Batteriesystem. Dazu kamen ein zentraler Propeller und ein großer, gegenläufig arbeitender Azimut-Thruster.

Der entscheidende Punkt war die Flexibilität.

Savannah konnte unterschiedliche Betriebsarten nutzen:

Diesel

diesel-elektrisch

und unter geeigneten Bedingungen rein elektrisch über die Batterien.

Lloyd’s Register beschrieb das System damals als erstes Superyacht-Konzept, das diese unterschiedlichen Antriebsformen in dieser Weise miteinander kombinierte.

Bis zu 30 Prozent weniger Treibstoff

Die Technik war nicht bloß eine hübsche Ingenieursübung.

Feadship beziehungsweise Lloyd’s Register gaben eine mögliche Treibstoffeinsparung von bis zu 30 Prozent gegenüber einer konventionell angetriebenen Yacht entsprechender Größe an.

Dazu entwickelte Feadship einen besonders effizienten Rumpf.

Der Propeller konnte durch die spezielle Konstruktion des Hecks etwa 40 Prozent größer als bei einer konventionellen Auslegung dimensioniert werden.

Das reduziert Belastung und erhöht die Effizienz.

Für eine 83-Meter-Superyacht mit mehr als 170.000 Litern Treibstoffkapazität bleibt das Wort „ökologisch“ natürlich relativ. Niemand wird Savannah demnächst mit einem Lastenfahrrad verwechseln.

Savannah modernste Hybrid Luxusyacht der Welt im Hafen von Palma de Mallorca

„Was kostet die Savannah?“ Der geschätzte Kaufpreis lag bei ca. 140 Millionen Euro und rund eine Million Euro kostet ca. eine Charterwoche

Der vielleicht spektakulärste Raum liegt unter Wasser

Und dann gibt es den Raum, wegen dem Savannah selbst unter Superyachten außergewöhnlich bleibt:

die sogenannte Nemo Lounge.

Sie befindet sich teilweise unterhalb der Wasserlinie.

Eine riesige Glasscheibe ermöglicht den Blick direkt in das Meer.

Von innen sitzt man also praktisch auf Augenhöhe mit den Fischen.

Feadship beschreibt diese halb unter Wasser liegende Lounge als eine der wesentlichen Innovationen der Yacht.

Noch kurioser:

Man kann sich umdrehen und durch eine weitere Glasfläche den Swimmingpool beobachten.

Damit sitzt man gewissermaßen zwischen zwei Wasserwelten.

Auf der einen Seite das Mittelmeer.

Auf der anderen der Pool.

Die Nemo Lounge lässt sich außerdem in ein Kino verwandeln.

Es gibt Räume, bei denen selbst ein Immobilienmakler Schwierigkeiten bekäme, noch „einzigartig“ draufzuschreiben, ohne ausnahmsweise recht zu haben.

Der 9-Meter-Pool

Auch der Pool ist für eine Yacht außergewöhnlich groß.

Savannah besitzt einen etwa neun Meter langen Swimmingpool auf dem Achterdeck. Dazu kommt ein großzügiger Beach Club.

Gerade von achtern erkennt man deshalb sehr gut, wie anders Savannah konzipiert wurde.

Das Heck sollte nicht einfach das Ende des Schiffes sein.

Es sollte zur Verbindung zwischen Yacht und Meer werden.

Heute findet man Beach Clubs auf vielen modernen Superyachten.

2015 war diese extreme Öffnung zum Wasser noch erheblich ungewöhnlicher.

Sechs Kabinen für nur zwölf Gäste

Trotz ihrer Größe ist Savannah nicht darauf ausgelegt, möglichst viele Menschen unterzubringen.

Sie bietet Platz für lediglich zwölf Gäste in sechs Kabinen.

Dem gegenüber stehen je nach Betrieb rund 22 bis 26 Crewmitglieder. Feadships ursprüngliche technische Dokumentation sah Unterkünfte für bis zu 26 Crewmitglieder vor.

Damit können theoretisch mehr als zwei Crewmitglieder auf einen Gast kommen.

Das erklärt ziemlich gut, was „Service“ in dieser Yachtklasse bedeutet.

Die Owner’s Suite

Besonders spektakulär ist die Eignersuite.

Große Glasflächen und ein enormes ovales Oberlicht sorgen dafür, dass der Raum trotz seiner Lage innerhalb einer riesigen Yacht außergewöhnlich offen wirkt.

Das gesamte Interior von CG Design setzt stark auf dunkles Rosenholz, Glas und sorgfältig inszenierte Blickachsen.

Interessant ist dabei die Zurückhaltung.

Savannah sieht innen nicht wie ein schwimmender orientalischer Palast aus.

Keine Materialschlacht nur um der Materialschlacht willen.

Stattdessen wirken viele Bereiche eher wie eine Mischung aus:

Contemporary Architecture

Private Art Gallery

und

Boutique Hotel.

Eine schwimmende Kunstsammlung

Savannah besitzt außerdem eine umfangreiche Sammlung moderner Kunst.

Das Interior wurde so gestaltet, dass Kunst nicht nachträglich an irgendwelche freien Wände gehängt werden musste, sondern Teil der Architektur werden konnte.

Die Verbindung aus dunklem Holz, Glas, Kunst und großen Sichtachsen gehört bis heute zu den charakteristischen Elementen des Schiffes.

 

AusstattungSavannah
Swimmingpoolca. 9 Meter
Beach Club
Unterwasser-LoungeNemo Lounge
Kino
Spa
Hammam
Fitnessstudio
Aufzug
Jacuzzi
DJ-Station
BBQ-Bereich
WiFi
Stabilisatoren vor Anker
Stabilisatoren während der Fahrt
Tendermehrere
Wassersportausrüstung
DatenSavannah
WerftFeadship
Baujahr2015
Länge83,50 m
Breite12,20 m
Tiefgang3,85 m
Gäste12
Kabinen6
HauptmotorWärtsilä 9L20
Leistung Hauptmotor1.800 kW
Batteriespeicher ursprünglich1.000 kWh Li-Ion
Generatoren3
Treibstoff171.470 Liter
Frischwasser33.580 Liter
Reichweite6.500 sm bei 12 kn
Geschwindigkeitbis ca. 18 kn
Naval ArchitectureFeadship De Voogt
ExteriorStudio De Voogt / CG Design
InteriorCG Design

Die schönsten Bilder ersten Hybriyacht Savannah in Palma

Und die Farbe war ebenfalls eine technische Herausforderung

Savannah gilt laut Feadship als die erste Superyacht, deren Außenhaut nahezu vollständig in Metallic ausgeführt wurde.

Wer einmal versucht hat, einen Kotflügel sauber metallic zu lackieren, kann sich ungefähr vorstellen, wie unterhaltsam dasselbe Projekt bei 83,5 Metern Yacht wird.

Der Farbton verändert sich abhängig von Sonne, Wetter und Betrachtungswinkel.

Gerade im intensiven Licht Mallorcas kann Savannah deshalb vollkommen unterschiedlich wirken:

morgens eher silbrig-grün,

mittags metallisch,

am späten Nachmittag warm und fast bronzefarben.

2016: Motoryacht of the Year

Die Branche verstand ziemlich schnell, dass Savannah etwas Besonderes war.

Bei den World Superyacht Awards 2016 wurde sie als Motor Yacht of the Year ausgezeichnet und gewann außerdem ihre Kategorie der Verdrängeryachten zwischen 1.300 und 2.999 GT.

Bei den ShowBoats Design Awards kamen Auszeichnungen für Interior Design, Exterior Design und den Holistic Design Award hinzu.

Damit gehört Savannah zu den am stärksten ausgezeichneten Superyachten ihrer Generation.

Warum Savannah auch heute noch modern aussieht

Das ist vielleicht das Erstaunlichste an dieser Yacht.

Sie stammt aus dem Jahr 2015.

In der Superyacht-Welt sind seitdem enorme Schiffe entstanden. 100 Meter sind längst keine Sensation mehr. Hybridantriebe werden zunehmend normal und Beach Clubs gehören beinahe zum Pflichtprogramm.

Trotzdem wirkt Savannah nicht alt.

Das liegt daran, dass sie nicht einfach Trends ihrer Zeit übernommen hat.

Sie hat einige davon vorweggenommen.

Hybridantrieb.

Extreme Glasflächen.

Unterwasser-Lounge.

Großer Beach Club.

Nahtloser Übergang zwischen Innen und Außen.

Reduziertes Contemporary Interior.

Savannah war 2015 in vielen Bereichen dort, wo andere Yachten erst Jahre später ankamen.

Kann man Savannah chartern?

Savannah wird beziehungsweise wurde im internationalen Chartermarkt angeboten. Feadship führt sie selbst in seinem Charterbereich.

Wer eine solche Yacht chartert, mietet allerdings nicht einfach sechs Kabinen.

Man mietet ein komplettes schwimmendes Hotel inklusive Crew, Tender, Wassersport, Küche, Spa und technischer Infrastruktur.

Aktuelle Charterkonditionen können je nach Saison, Gebiet und Anbieter variieren und sollten deshalb direkt beim jeweiligen Central Agent geprüft werden.

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