Der vielleicht spektakulärste Raum liegt unter Wasser
Und dann gibt es den Raum, wegen dem Savannah selbst unter Superyachten außergewöhnlich bleibt:
die sogenannte Nemo Lounge.
Sie befindet sich teilweise unterhalb der Wasserlinie.
Eine riesige Glasscheibe ermöglicht den Blick direkt in das Meer.
Von innen sitzt man also praktisch auf Augenhöhe mit den Fischen.
Feadship beschreibt diese halb unter Wasser liegende Lounge als eine der wesentlichen Innovationen der Yacht.
Noch kurioser:
Man kann sich umdrehen und durch eine weitere Glasfläche den Swimmingpool beobachten.
Damit sitzt man gewissermaßen zwischen zwei Wasserwelten.
Auf der einen Seite das Mittelmeer.
Auf der anderen der Pool.
Die Nemo Lounge lässt sich außerdem in ein Kino verwandeln.
Es gibt Räume, bei denen selbst ein Immobilienmakler Schwierigkeiten bekäme, noch „einzigartig“ draufzuschreiben, ohne ausnahmsweise recht zu haben.
Der 9-Meter-Pool
Auch der Pool ist für eine Yacht außergewöhnlich groß.
Savannah besitzt einen etwa neun Meter langen Swimmingpool auf dem Achterdeck. Dazu kommt ein großzügiger Beach Club.
Gerade von achtern erkennt man deshalb sehr gut, wie anders Savannah konzipiert wurde.
Das Heck sollte nicht einfach das Ende des Schiffes sein.
Es sollte zur Verbindung zwischen Yacht und Meer werden.
Heute findet man Beach Clubs auf vielen modernen Superyachten.
2015 war diese extreme Öffnung zum Wasser noch erheblich ungewöhnlicher.
Sechs Kabinen für nur zwölf Gäste
Trotz ihrer Größe ist Savannah nicht darauf ausgelegt, möglichst viele Menschen unterzubringen.
Sie bietet Platz für lediglich zwölf Gäste in sechs Kabinen.
Dem gegenüber stehen je nach Betrieb rund 22 bis 26 Crewmitglieder. Feadships ursprüngliche technische Dokumentation sah Unterkünfte für bis zu 26 Crewmitglieder vor.
Damit können theoretisch mehr als zwei Crewmitglieder auf einen Gast kommen.
Das erklärt ziemlich gut, was „Service“ in dieser Yachtklasse bedeutet.
Die Owner’s Suite
Besonders spektakulär ist die Eignersuite.
Große Glasflächen und ein enormes ovales Oberlicht sorgen dafür, dass der Raum trotz seiner Lage innerhalb einer riesigen Yacht außergewöhnlich offen wirkt.
Das gesamte Interior von CG Design setzt stark auf dunkles Rosenholz, Glas und sorgfältig inszenierte Blickachsen.
Interessant ist dabei die Zurückhaltung.
Savannah sieht innen nicht wie ein schwimmender orientalischer Palast aus.
Keine Materialschlacht nur um der Materialschlacht willen.
Stattdessen wirken viele Bereiche eher wie eine Mischung aus:
Contemporary Architecture
Private Art Gallery
und
Boutique Hotel.
Eine schwimmende Kunstsammlung
Savannah besitzt außerdem eine umfangreiche Sammlung moderner Kunst.
Das Interior wurde so gestaltet, dass Kunst nicht nachträglich an irgendwelche freien Wände gehängt werden musste, sondern Teil der Architektur werden konnte.
Die Verbindung aus dunklem Holz, Glas, Kunst und großen Sichtachsen gehört bis heute zu den charakteristischen Elementen des Schiffes.